WILDVÖGEL

Wildvogelrettung beim Tiernotruf Saarland e.V. – Gefiederte Notfälle in guten Händen

Der Tiernotruf Saarland e.V. ist 24/7 einsatzbereit, um verletzte, verunfallte oder hilflose Wildvögel schnell zu sichern, erstzuversorgen und in geeignete tierärztliche Behandlung zu bringen.

Wildvögel gehören zu den besonders schutzbedürftigen Lebewesen in unserer Natur – und gleichzeitig zu denjenigen, bei denen Laien im Notfall oft am unsichersten sind. Soll man eingreifen oder nicht? Ist der Vogel wirklich verletzt oder nur erschöpft? Handelt es sich um einen Nestling, der Hilfe braucht, oder um einen Ästling, der gerade das Fliegen übt? Genau für solche Fragen ist der Tiernotruf Saarland e.V. der richtige Ansprechpartner – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Der Tiernotruf sichert, erstversorgt und übergibt verletzte, entkräftete und verwaiste Wildvögel fachgerecht an Tierärzte und Pflegestellen.

Schwerpunkte der Wildvogelrettung

Welche Wildvögel werden betreut?
Die Wildvogelrettung des Tiernotruf Saarland e.V. umfasst eine breite Palette an Vogelarten: Singvögel, Greifvögel, Eulen sowie Wasservögel wie Schwäne, Enten und Gänse. Auch besondere Fälle wie verletzte oder geschwächte Fledermäuse gehören gelegentlich zu den Einsatzanlässen.

Bei Greifvögeln, Eulen, Reihern oder Störchen ist besondere Vorsicht geboten – genau hier kann der Tiernotruf Saarland weiterhelfen.

Diese wehrhaften, teils großen Vögel erfordern spezifisches Wissen beim Einfangen und Transport, das beim Tiernotruf Saarland e.V. vorhanden ist. Auch für Stadttauben, Haustauben und Brieftauben, die von der zentralen Wildvogelauffangstation des Saarlandes nicht angenommen werden können, ist der Tiernotruf Saarland ein wichtiger Ansprechpartner.

Das Wichtigste zuerst: Nicht jeder Vogel am Boden ist in Not
Ein zentrales Anliegen des Tiernotruf Saarland e.V. ist die Aufklärung der Bevölkerung darüber, wann ein Eingreifen wirklich notwendig ist – und wann nicht. Beim Fund eines verletzten oder flugunfähigen Vogels gilt zunächst: Ruhe bewahren und Abstand halten. Das Tier sollte zunächst aus sicherer Entfernung beobachtet werden, um unnötigen Stress zu vermeiden. Nicht jedes Tier benötigt sofort menschliche Hilfe – manchmal handelt es sich nur um eine kurze Erschöpfungspause.

Oft werden Jungvögel von Menschen aufgenommen, weil es scheint, als seien sie von den Eltern verlassen worden. Aber Vorsicht: In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um Jungtiere, die fast flügge sind und noch außerhalb des Nestes von den Eltern weiter gefüttert werden. Die Eltern wagen sich vielleicht nur deswegen gerade nicht an ihr Vogelkind heran, weil sich Menschen in der Nähe aufhalten. Deshalb lautet hier die Devise: Nicht vorschnell handeln, sondern erst einmal genau beobachten. Nichts ist schlimmer als die Trennung eines Vogelkindes von seinen Eltern ohne Grund, denn selbst die beste Station kann Vogeleltern nicht ersetzen.

Tatsächlich hilfsbedürftig sind Wildvögel in folgenden Situationen: Wenig befiederte Jungvögel bzw. Nestlinge, die außerhalb des Nestes aufgefunden werden und die nicht mehr von den Eltern versorgt werden, benötigen Hilfe. Gleiches gilt für Nestflüchter wie Enten, Gänse oder Schwäne, die alleine ohne Begleitung der Eltern sind, für Jungvögel in gefährlicher Umgebung wie Straßennähe oder solche, die irgendwo gefangen sind, etwa in Kellerschächten, auf Dachböden, in offenen Regentonnen oder Gartennetzen. Auch Mauersegler und Schwalben, die am Boden liegen, benötigen sofort Hilfe, denn gesunde Vögel können in der Regel vom Boden aus abheben.
Richtiges Verhalten beim Fund eines Wildvogels – Schritt für Schritt
Der Tiernotruf Saarland e.V. gibt klare Handlungsempfehlungen für den Ernstfall: Wer einen verletzten oder flugunfähigen Vogel findet, sollte Handschuhe oder ein weiches Handtuch verwenden und den Vogel vorsichtig, aber sicher umfassen, wobei die Flügel am Körper fixiert und der Kopf freigelassen werden. Dann wird der Vogel in einen gut belüfteten Karton mit weichem Handtuch oder Küchenpapier gesetzt. Dabei gilt: Keine Futter- oder Wasserzufuhr anbieten – dies kann lebensgefährlich sein.

Wildvögel haben grundsätzlich Angst vor dem Menschen. Für einen flugunfähigen Wildvogel bedeutet das Einfangen und Händeln einen unglaublichen Stress, der für die geschwächten Tiere kaum zu kompensieren ist. Daher sollte der Kontakt zum Wildvogel auf ein Minimum begrenzt werden. Ein kleiner, verschließbarer, gut mit Handtüchern gepolsterter oder mit Küchenpapier ausgelegter Karton mit Luftlöchern ist zum Transport geeignet.

Anschließend sollte sofort Kontakt zum Tiernotruf Saarland aufgenommen werden. Dabei ist es wichtig, den Standort möglichst genau anzugeben und wenn möglich bis zum Eintreffen der Helfer vor Ort zu bleiben. Falls der Vogel selbst zu einer Wildtierauffangstation gebracht wird, sollte der Karton geschlossen gehalten werden, um Fluchtgefahr zu vermeiden und den Stress des Tieres zu reduzieren.
Erstversorgung durch den Tiernotruf – Was vor Ort geleistet wird
Wenn der Tiernotruf Saarland e.V. zu einem Wildvogeleinsatz ausrückt, steht professionelles Handeln im Vordergrund: Die Wildvogelrettung umfasst fachgerechte Sicherung mit spezieller Ausrüstung und unter Berücksichtigung des Tierschutz- und Jagdrechts, den Transport zu Wildtierauffangstationen, Tierärzten oder Spezialkliniken sowie Dokumentation und Meldung an zuständige Behörden wie das Veterinäramt oder Jagdausübungsberechtigte. Tiernotruf-saarland Der Tiernotruf Saarland e.V. fährt aktiv zu Notfällen und sichert Tiere direkt vor Ort – ähnlich wie ein Rettungsdienst für Menschen, nur eben für Tiere. Dabei ist er spezialisiert auf Rettung, Sicherung und Transport und kümmert sich auch um das Totfundmanagement, einschließlich der Asservierung bestimmter Wildtiere und Vögel zur Ursachenklärung.

Verletzte Wildtiere befinden sich in einer Ausnahmesituation. Daher gilt: Nicht anfassen, nicht verfolgen, nicht laut ansprechen. Abstand halten, um Fluchtversuche und zusätzlichen Stress zu verhindern. Bei größeren oder wehrhaften Tieren wie Greifvögeln gilt: immer Fachkräfte abwarten und niemals versuchen, solche Tiere allein zu sichern.

Rechtliche Grundlage: Wildvögel sind besonders geschützt
Alle heimischen Wildvögel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 44 BNatSchG) besonders geschützt. Verletzte Tiere dürfen nur zur Pflege oder Rettung aufgenommen werden und müssen danach unverzüglich wieder freigelassen oder einer fachkundigen Stelle übergeben werden.

Die Arbeit der Vogelauffangstationen im Saarland ist im Bundesnaturschutzgesetz geregelt. Darin wird festgelegt, dass es vorbehaltlich jagdlicher Vorschriften zulässig ist, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen.

Der Tiernotruf Saarland e.V. handelt bei allen Einsätzen im Einklang mit diesen rechtlichen Vorgaben und stimmt sich, wo nötig, mit den zuständigen Behörden, dem Veterinäramt sowie den Jagdausübungsberechtigten ab.
Vernetzung mit Auffangstationen im Saarland
Ein wichtiger Bestandteil der Wildvogelrettung ist die enge Zusammenarbeit mit den spezialisierten Einrichtungen im Saarland. Die wichtigste davon ist die Zentrale Wildvogelauffangstation des Saarlandes (WiVo-Saarland) in Püttlingen, an die gerettete Wildvögel nach der Erstversorgung übergeben werden können. In der WiVo Saarland finden verletzte Wildvögel Hilfe und werden durch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der WiVo gesundgepflegt. Die ehrenamtlichen Helfer sind darauf angewiesen, dass die Vögel zur Zentralen Wildvogelauffangstation des Saarlandes gebracht werden, da ein Abholen oder Einfangen durch die Station selbst leider nicht möglich ist.

Genau hier schließt der Tiernotruf Saarland e.V. die entscheidende Lücke: Er übernimmt die aktive Rettung und den sicheren Transport, damit die Auffangstationen die Langzeitpflege übernehmen können.

Was der Tiernotruf Saarland e.V. nicht leistet – klare Abgrenzung

Auch bei der Wildvogelrettung kommuniziert der Tiernotruf Saarland e.V. ehrlich und transparent, was nicht zu seinen Aufgaben gehört. Der Verein übernimmt keine dauerhafte Pflege oder Unterbringung von Wildvögeln und führt keine invasiven tierärztlichen Maßnahmen durch. Die medizinische Langzeitversorgung liegt in den Händen der spezialisierten Auffangstationen und Tierärzte, an die die Tiere nach der Erstversorgung und dem Transport übergeben werden.

Fazit: Der erste Anruf bei jedem Wildvogelfund im Saarland

Wer im Saarland einen verletzten, erschöpften oder in Not geratenen Wildvogel findet, sollte als erstes den Tiernotruf Saarland e.V. kontaktieren – rund um die Uhr, per Telefon oder WhatsApp. Selbst wenn nicht sicher ist, ob ein Einsatzfall vorliegt, lohnt sich der Anruf immer. Am Telefon wird gemeinsam geklärt, was zu tun ist.

Hinter dem Tiernotruf Saarland stehen Menschen mit Herz, Erfahrung und Hingabe, die Tag und Nacht bereitstehen, um denen zu helfen, die keine Stimme haben – den Tieren.

 Und das gilt für jeden gefiederten Notfall genauso wie für jeden anderen: Tierschutz ist keine Frage der Uhrzeit.